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Nürburgring

Die Grüne Hölle

Mit dem Gespann Über den Nürburgring

Der Nürburgring heißt nicht umsonst "Die Grüne Hölle". Und der Name ist Programm! Denn es macht einfach höllisch Spaß, dort über die Piste zu brettern - im sicheren Rahmen eines Doc Scholl Rennstreckenstrainings.

 

2018 ist für mich ein Jahr der Offenbarungen. Nach dem Built not Bought Anfang Juni ist der Nürburgring meine zweite Horizonterweiterung was den Motorsport angeht. Beim Built not Bought habe ich schon das Gespannfahren lieben gelernt. Nicht nur, dass die Gespannfahrer wie eine große Familie sind, in der sich auch noch alle gut verstehen, es macht einfach abartig Spaß zu erleben, was Schwer- und Fliehkraft wirklich bedeuten. Bei Sven Clausen und Volker Helms konnte ich erste Erfahrungen als Schmiermaxe sammeln. 

 

Vier Wochen später durfte ich Sven dann zum legendären Rennstreckentraining by Doc Scholl auf dem Nürburgring begleiten. Sven war als Instruktor vor Ort und brauchte noch "Gewicht" für den Beiwagen. Da ich ja immer gern helfe *zwinker*, habe ich Sven als Schmiermaxe begleitet - und den Spaß meines Lebens gehabt! Es ist einfach fantastisch, wie man von den Kurven und den ständigen Lastwechseln gefordert wird. Verschnaufpausen gibt es nicht. 

 

Asphaltachterbahn mit Kurvenrausch-Garantie

 

Beim Gedanken an die Kurven der Nordschleife fällt mir spontan das Wort "Achterbahn" ein. Nach diesem Vorbild in etwa scheint die Straße einst gebaut worden zu sein, mit so vielen Senken, Hebungen, Buckeln, Kurven und Knicken wie möglich. Letztere haben einen besonderen Überraschungseffekt, denn man sieht den Kurvenverlauf immer erst im letzten Moment. Wie man auf der offiziellen Seite des Nürburgring lesen kann, kam ein englischer Journalist beim Eröffnungsrennen gar zu dem Schluss, "dass man wohl einen torkelnden Riesen im Vollrausch losgeschickt hat, um die Strecke festzulegen". Das kommt gut hin. Und nicht umsonst genießt die genießt die Nordschleife seit ihrer Erbauung (1925 - 1927) den Ruf als furchteinflößende und unbarmherzige Strecke durch die Eifelwälder und trägt deshalb den Spitznamen "Grüne Hölle". Knappe 21 Kilometer ist die Strecke lang, mit 73 Kurven. Da ist Fahrspaß garantiert!

 

Düstere Geschichte

 

Schon in den 1930er Jahren wurden auf dem Nürburgring regelmäßig Geschwindigkeitsrekorde aufgestellt. Die aktuelle Spitzenzeit liegt bei 5:19:55 Min. (20,832 km), gefahren von Timo Bernhard einem Porsche 919 Hybrid Evo Anfang Juli 2018. Doch seit Eröffnung 1927 hat die Nordschleife auch ihren Tribut gefordert. Schwere Unfälle, viele davon mit Todesfolge, überschatteten regelmäßig Rennveranstaltungen und Trainings. Auch die Touristenfahrten, bei der die Strecke für Jedermann geöffnet ist, tragen nicht gerade zu einer Verbesserung der Statistik bei. Gerade Motorradfahrer sollten deshalb eher Abstand davon nehmen, die Strecke im Alleingang zu testen. Ein Rennstreckentraining ist sicherlich die beste Wahl, um mit dem Zweirad Spaß auf der Nordschleife zu haben. 

 

Doch seht selbst, Bilder sagen ja bekanntlich mehr als tausend Worte:

 

Bildnachweis: Vielen Dank an www.pixelrace.de für die tollen Bilder!

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